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Manuela
Hallöchen, ich bin 25 und habe 2 Kinder im Alter von 5 und 1,5 Jahren! Meine Panikattacken mit Agoraphobie,
Hallöchen, ich bin 25 und habe 2 Kinder im Alter von 5 und 1,5 Jahren!
Meine Panikattacken mit Agoraphobie, bekam ich nach meiner ersten Schwangerschaft. Sie war so schlimm, dass ich nichts mehr alleine machen konnte und nicht alleine sein konnte. Ich war froh, dass ich meinen Mann hatte, der mir alles abnahm und immer für mich da war! Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich beim Arzt war und EKG's gemacht bekam. Mein Arzt hat sich meine Kindheitsgeschichte angehört und meinte auch, dass hier der Auslöser zu finden sei. Insgesamt habe ich 4 verschiedene Medikamente bekommen und eine kurze Zeit ging es auch gut, doch nach meinem zweiten Kind, bekam ich so eine heftige Attacke, dass ich dachte, es wäre mein Ende. Mein Arzt beschloss, mich zu einem Neurologen zu schicken und verwies mich zu einer Verhaltenstherapeutin, die im gleichen Haus gerade ihre Praxis geöffnet hatte. Ich hatte meinen ersten Termin und war glücklich, dass mir endlich geholfen wird. Ich erzählte ihr, dass mir immer schlecht und schwindelig wurde, wenn ich Einkaufen ging oder im Bus oder in einen Raum warten musste.
Wenn ich bei meiner Familie war, hatte ich immer das Gefühl, dass ich keine Luft mehr bekam. Ich fing an zu zittern und bekam Herzrasen. Vor allem, als meine Mutter einen Herzinfarkt bekam, gab ich mir die Schuld, weil ich zuvor nicht bei ihr war und ihr geholfen habe und bekam dazu auch Angst, selbst einen Herzinfarkt zu bekommen!

Heute habe ich durch meine Therapie gelernt, dass ich die Angst in den Griff bekomme ohne mich weiter reinzusteigern. Es ist schwer, doch es geht nach einiger Zeit, wenn man die Sache wirklich intensiv angeht. Erst bin ich in den Bus eingestiegen und als meine Angst auf kam, habe ich mich sofort abgelenkt, z.B. indem ich mir Leute, Häuser oder Autos angeschaut habe. Im Laden hatte ich im Hinterkopf, dass ich raus gehen kann, wann ich will und habe mich auf die Ware konzentriert und nicht an das gedacht, was mir passieren könnte. Als ich dies alles geschafft hatte, schrieb ich es in mein positives Buch.
Und ich habe gelernt, das zu sagen, was ich denke, egal ob es anderen gefällt. Denn ich lasse mir nichts mehr gefallen, denn ich musste immer alles schlucken und meinen Mund halten. Jetzt habe ich mein Selbstbewusstsein wiedererlangt und fühle mich immer besser, vor allem, weil ich mich selbst liebe, wie ich bin und ich immerzu denke, dass ich alles schaffen werde, was ich möchte und die Angst kann mir nichts anhaben, weil ich nicht auf sie höre. Wenn man nicht mehr zurückfallen möchte, muss man drei Dinge sich merken!

Erstens: höre nicht auf andere, die sagen, dass schafft man nie, dass geht nicht und immer nur negativ eingestellt sind!

Zweitens: lasst euch nicht hängen, wenn ihr merkt, das die Angst kommt und bemitleidet euch nicht, sondern kämpft wieder dagegen an!
Drittens, lest euer positives Buch und erfreut euch daran, was ihr schon alles geschafft habt und zieht durch, was ihr euch vorgenommen habt. Vermeidet nichts, denkt nicht daran, dass vielleicht die Angst aufkommt und euch wieder unwohl ist, sondern an die schönen Dinge und freut euch daran, denn ihr seid was Besonderes.

Ihr habt den Willen und die Kraft, alles zu schaffen. Nur nicht aufgeben und Trübsal blasen, denn dann werdet ihr nie aus dem Teufelskreis herauskommen und ich möchte jedem raten, eine Therapie zu machen und an sich „sehr“ zu arbeiten, immer und immer wieder. Ich mache es und ich habe wieder Spaß an meinem Leben! Ich wollte nicht so weiter leben und ich wollte auch nicht, dass mein Mann und meine Kinder darunter leiden. Also nur Mut, macht es für euch, denn wenn ihr es für euch macht, klappt das andere hinterher auch. Lebt, denkt nicht an Krankheiten und an den Tod, denn das zieht euch runter. Das Leben ist schön, ich bin gesund, ich gefalle mir, so wie ich bin, ich bin froh, was ich bin und ich lebe mein Leben, wie es mir gefällt! Ich habe noch 2 Sitzungen, die ich mir doch noch aufspare, falls es doch noch mal nötig sein sollte. Doch ich denke nicht daran, dass es passiert!
Ich wünsche euch allen alles Gute und ihr werdet es schaffen, ihr braucht nur viel Geduld mit euch und einen starken Willen und geht alles langsam an, denn es braucht Zeit. Alles geht nicht von heute auf morgen.

Manuela

 
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